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Dienstag, 14 Oktober 2014 10:06

Problempferd, dann Sedalin - Vorsicht!

geschrieben von  Redaktion
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Wer kennt es nicht, typische Situationen beim Hufschmied oder beim Verladen. Das Pferd macht Probleme, dann verabreicht man eben mal kurz Sedalin und die Probleme sind aus der Welt. Ist das wirklich so einfach?

Der im Sedalin enthaltene Arzneistoff "Acepromazin" gehört zur Gruppe der Psychopharmaka und führt zur Dämpfung des zentralen Nervensystems. Gewisse Krankheitsbilder, wie Unruhe, Erregungszustände und Ängste sollen damit behandelt werden. Das Pferd erfährt mit dem Mittel eine gehemmte Erregbarkeit (Sedation) gegenüber der Umwelt bei gleichzeitiger Erschlaffung der Muskulatur, die zur Beeinträchtigung der Motorik führt. Bei alledem bleibt das Bewusstsein davon fast unberührt.

Bildlich gesprochen: Der Körper ist ruhiggestellt, aber die Angst im Kopf bleibt.

Das im Sedalin enthaltene Acepromazin besitzt keine schmerzstillende Wirkung und sollte deshalb nicht eingesetzt werden, wenn das Pferd aufgrund von Arthrose beim Hufschmied Schmerzen hat. Hat das Pferd Kolik, Nieren- oder Leberprobleme, besteht bei einer Stute die Trächtigkeit, sollte auf keinen Fall Sedalin eingesetzt werden.

Wurde dennoch Sedalin verabreicht, sollte mit einer anschließenden Fütterung gewartet werden, bis das im Sadalin enthaltene Acepromazin im Pferdekörper wieder abgebaut wurde, da es sonst zu einer Schlundverstopfung kommen könnte.

Siehe oben: Dämpfung des zentralen Nervensystems.

Weitere Auswirkungen, die durch Acepromazin im Pferdekörper ausgelöst werden, ist die Abnahme der Atem- und die Zunahme der Herzfrequenz sowie die Beeinträchtigung der Temperaturregulation des Pferdekörpers zur Außenwelt. Das Pferd könnte im schlimmsten Fall auskühlen.

Eine nicht zu unterschätzende Nebenwirkung des Mittels ist die Beeinträchtigung des Kreislaufs, was zu einem Blutdruckabfall führen kann. Im Gegenteil zu den Hunden sind Pferde in diesem Bereich sehr anfällig. Nach Einnahme des Mittels sollte den Pferden eine Ruhepause von 36 Stunden gewährt werden, also keine Behandlung mal ebenso nebenbei.

Es wäre ratsam, Problemsituationen mit dem Pferd zu trainieren und nur in äußersten Notfällen unter Anleitung eines Tierarztes solche Mittel zu verabreichen. Das Pferd sollte es uns das wohl wert sein. Detailinformationen zu Sedalin könnt Ihr hier bekommen.

Letzte Änderung am Dienstag, 14 Oktober 2014 12:49
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