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Donnerstag, 14 Mai 2015 00:00

Raufutter Heu

geschrieben von  Redaktion
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Pferde sind von Natur aus Grasfresser und Meister des Mangels. Sie entziehen der Nahrung noch Energie, wo andere Tiere wahrscheinlich schon verhungern würden. Ein hoch spezialisierter Verdauungsapparat gibt ihnen die Möglichkeit hierzu. Im Gegenzug ist dieser Verdauungsapparat äußerst empfindlich und die häufigste Todesursache bei Pferden ist die „Kolik“.

Das mit weitem Abstand wichtigste Pferdefutter ist Gras oder eine seiner Konservierungsform “Heu“. Werden bei der Futtergewinnung bereits Produktionsfehler Fehler gemacht, können sie im Pferdeorganismus fatale Auswirkungen hervorrufen.
Gutes Raufutter für Pferde wächst grundsätzlich auf extensiv bewirtschafteten Flächen, wie z. B. in den Mittelgebirgsregionen Deutschlands, möglichst unter Verzicht auf Chemie-Düngung und Ausbringung von Gülle. Das Futter ist etwas teurer, da die Hektar-Erträge geringer und die Maschinenkosten für das Einbringen höher sind. Oft kommen noch Transportkosten zum eigenen Stall hinzu. Viele Tierarztbesuche lassen sich bereits im Vorfeld durch gutes Futter vermeiden.

Wie lässt sich gutes Raufutter erkennen?
Riecht das Heu sehr intensiv und aromatisch nach „Heu“, enthält es mit Sicherheit einen hohen Anteil an Kräutern. Kräuter vertragen überhaupt keine intensive Stickstoffdüngung und Gülle. Aus diesem Grunde kann ein solches Heu nur von extensiv bewirtschafteten Flächen stammen und weist daher eine für Pferde ideale niedrige Energiedichte bei geringem Eiweißgehalt auf.
Heu, das von stark gedüngten Flächen stammt, kann gefährlich hohe Mengen an Fruktan aufweisen. Dies sind schwer verdauliche Mehrfachzucker, die das Gras zum Wachstum brachte und fütterungsbedingte Hufrehe beim Pferd auslösen können.
Muffig riechendes Heu enthält normalerweise viele Schimmelpilze und deren gefährliche Sporen. Es entsteht ein leicht grauer Heustaub. Dieses Heu darf auf keinen Fall verfüttert werden und sollte umgehend entsorgt werden.
Rechtzeitig geerntetes Heu sollte griffig sein. Ist es dagegen eher stachelig, weist eine mehr gelbliche Farbe auf, wurde es zu spät geschnitten, was zwar einen Qualitätsmangel darstellt, aber noch vertretbar ist.
Weitere Informationen zum Thema Fruktane könnt Ihr bei diesem Link einsehen.

Letzte Änderung am Mittwoch, 01 Februar 2017 12:45
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